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07.06.2017, 15:07 Uhr

Welche finanziellen Förderungen für die Lausitz gibt es zukünftig?

(Cottbus) Diese Frage stellt sich die Wirtschaftsförderung Brandenburg. Dr. Schulze stattete ihr dazu am Cottbuser Standort einen Besuch ab.

Die Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg empfing im Regionalcenter Süd-Brandenburg den Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Dr. Klaus-Peter Schulze. Torsten Maerksch, der Cottbuser Regionalleiter, ist mit insgesamt 8 Mitarbeitern in der Cottbuser Uferstraße zugange.

In Brüssel beginnt eine neue Förderperiode. Insbesondere die europäischen Montanregionen benötigen einen Sonderförderstatus für Großansiedlungen, wie es einst mit der Spremberger Papierfabrik geschehen ist. Diese Ansiedlung hatte Dr. Schulze seinerzeit als Spremberger Bürgermeister für die Stadt gewinnen können.

Die wirtschaftlichen Förderregionen, wozu die Lausitz auch zählt, werden nach den zugehörigen Landkreisen eingeteilt. Landkreise in Grenzregionen haben nach den aktuellen Kriterien besondere Vorzüge (5% höhere Förderung), die auch so Absurditäten führen. So bekommen Unternehmen in Dahlwitz-Hoppegarten durch den Kreiszuschnitt von Märkisch-Oderland die Grenzregionenförderung. Hingegen ist Lieberose im, nicht an Polen angrenzenden, Landkreis Dahme-Spreewald nicht vom Sonderförderstatus erfasst.

Ob die Lausitz nach dem Brexit noch in die förderfähigen Regionen fällt ist derzeit noch nicht geklärt.
Im Gespräch kam auch zum Ausdruck, dass die Lausitz ländergrenzenübergreifend vermarktet werden muss. Dies ist beim Industriepark Schwarze Pumpe schon allein durch den Verlauf der Landesgrenze der Fall. Den Industriepark Schwarze Pumpe sieht Herr Maerksch besser aufgestellt, als das Areal in Jänschwalde. Dies ist hauptsächlich durch die bessere Verkehrsanbindung gewährleistet. Dr. Schulze sieht jedoch Potential für Jänschwalde, da Ansiedlungen immer neue Flächen brauchen. Begünstigt wird dies, dass die Bundesregierung den Flächenverbrauch stark reduzieren will. Hier wird die Nutzung bereits erschlossener und bestehender Industrieflächen weiter in den Focus gerückt.

Doch neben der monetären Förderung ist auch die die behördliche Unternehmerfreundlichkeit ein wichtiges Ansiedlungskriterium. Dies wird insbesondere in Baden-Württemberg praktiziert.