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01.08.2017, 12:02 Uhr

Klaus-Peter Schulze besucht Gipsunternehmen in Bayern

Am 31. Juli 2017 besuchte der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze die Knauf Gips KG im bayerischen Iphofen. Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Baustoffen und Bausystemen und ist in mehr als 86 Ländern mit 220 Standorten vertreten – einer davon liegt in Spremberg. Die umfangreichen Tätigkeitsfelder der Knauf Gips KG wurden Schulze unter anderem vom Vorsitzenden der Geschäftsführung, Christoph Dorn, erläutert.

Klaus-Peter Schulze mit Mitarbeitern der Knauf Gips KG in der Grube Hüttenheim
Der von dem Unternehmen verwendete zentrale Baustoff ist Gips. Während seines Besuchs machte sich Klaus-Peter Schulze daher ein Bild vom Gipsabbau in dem nahegelegenen Bergwerk Hüttenheim. Allerdings wird der Rohstoff nicht nur im Bergbau gefördert, sondern ebenfalls im Tagebau. Wie auch im Lausitzer Braunkohlerevier stellt die anschließende Renaturierung der Tagebauflächen eine große Herausforderung dar. 
 
Klaus-Peter Schulze hat sich als früherer Umweltdezernent des Landkreises Spree-Neiße, als Spremberger Bürgermeister und jetzt als Bundestagsabgeordneter auf vielerlei Ebenen mit der Wiedernutzbarmachung der ehemaligen Tagebauflächen in der Lausitz auseinandergesetzt. Aus diesem Grund verfolgte er die Erläuterungen zu der Renaturierung der Gipstagebaue mit großem Interesse und bewertete sie fachlich als sehr gut. Dies trifft vor allem auf die beispielhafte Vernetzung von Biotopen zu. 
 
Doch nicht nur die Renaturierung im Anschluss an die Förderung verbindet die Rohstoffe Braunkohle und Gips. Über die Hälfte des Gipsbedarfs in Deutschland wird nicht durch Naturgips gedeckt, sondern durch sogenannten REA-Gips. Dieser wird aus den Abgasen von Rauchgasentschwefelungsanlagen gewonnen – unter anderem in Braunkohlekraftwerken. 
 
Mit dem anvisierten Ausstieg aus der Braunkohleverstromung droht somit ein wesentlicher Pfeiler der Gipsherstellung wegzufallen. Die dadurch nötig werdende Erschließung neuer Gipsbergwerke und -tagebaue verursacht jedoch umfangreiche Eingriffe in die Natur. Klaus-Peter Schulze drängt darauf, dass diesem Sachverhalt in der Diskussion rund um den Braunkohleausstieg mehr Beachtung geschenkt wird. Aus diesem Grund sprach er ihn bereits im Rahmen einer Debatte im Deutschen Bundestag an. „Die Problematik muss zudem in der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für die deutschen Braunkohleregionen eingerichteten Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ Berücksichtigung finden“, so Schulze.