Praktika

29.04.2016, 10:36 Uhr
 
Praktikumsbericht von Lennart Weltzien (04.04.2016 - 29.04.2016)
In meinem 4-wöchigen Praktikum beim CDU-Abgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze wurde mir ein sehr interessanter und aufschlussreicher Einblick hinter die Kulissen der deutschen Politik gewährt. Was für die meisten Bürger schwer vorstellbar ist, nämlich wie die Protagonisten der Politik, die für uns meist nur aus den Medien bekannten Politikerinnen und Politiker, „ticken“, reden, leben, miteinander kommunizieren, vor allem aber ihren Beruf verstehen und ausüben, wurde mir als Praktikant im Bundestagsbüro vergegenwärtigt. Auch unter der Arbeit der Mitarbeiter im Bundestagsbüro eines Abgeordneten konnte ich mir vor der Zeit vom 4. bis zum 29. April wenig vorstellen, bis mich Oliver Höhno, Christiane Thieme und Konstantin Wußmann herzlichst in ihre kleine Familie aufnahmen. 
Was mir schnell auffiel war die unterschiedliche Art von Aufgaben in Sitzungs- bzw. sitzungsfreien Wochen, und da Dr. Schulze sich stark für seinen Wahlkreis Cottbus – Spree-Neiße engagiert, hält er sich in den sitzungsfreien Wochen meist dort auf. So auch in meiner ersten Woche im Büro, in der ich viel über die Büroabläufe lernte. Das Bearbeiten der Post gehörte genauso zu meinen Aufgaben wie das Beantworten von Bürgerbriefen, Recherche-Arbeiten zu den verschiedensten Themen zu erledigen, das Verfassen von Briefen an Kollegen oder Ministerien, das Formulieren von Texten und Statements für den Abgeordneten, das Organisieren von Terminen bzw. der vielen Einladungen, die ein Mitglied des Bundestages bekommt, und das Vorbereiten von Reden und Vorträgen von Dr. Schulze.
 
So sollte ich beispielsweise für ein Grußwort des Abgeordneten bei der Masterfeier der Städteplaner an der BTU Cottbus Informationen zu den Themen Flächenverbrauch, Wohnungsbau, innerstädtische Brachflächen und Energiewende recherchieren. Auch ein Vortrag zum Thema „Invasive Arten“  bei der Jungen Union fiel in meinen Aufgabenbereich, genauso wie Informationen zur Förderung von UNESCO-Weltnaturerbestätten herauszufinden, die Herr Dr. Schulze für seine Abgeordnetentätigkeit brauchte, um nur einige Beispiele zu nennen.
 
Zwar ist der Arbeitsaufwand in etwa der Gleiche, trotzdem halten die Sitzungswochen, die während meines Praktikums stattfanden, deutlich andere Aufgaben für einen bereit. Da Dr. Schulze Mitglied der Ausschüsse für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie für Tourismus ist, finden neben deren Sitzungen auch die Treffen der Arbeitsgruppen statt, wo sich die jeweiligen Fraktionskollegen eines Ausschusses treffen. Diese AG-Treffen sind oft noch interessanter als die Ausschüsse selbst, weil man den Wurzeln des politischen Geschehens näher kommt, denn hier werden Standpunkte, Strategien und vieles mehr besprochen. Außerdem finden mittwochs, donnerstags und freitags die Plenarsitzungen, zu denen man als Mitarbeiter auf die Zuschauertribüne kommt, statt. Auch diese Möglichkeit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Zu meinen Aufgaben gehörte in den Sitzungswochen, neben dem Begleiten zu diversen Terminen, zum Beispiel das Vorbereiten der Unterlagen zu den Ausschüssen für Herrn Dr. Schulze, denn meistens besprechen die Ausschuss-Mitglieder Gesetzesanträge und Ähnliches, die sie in den Sitzungen stets zur Hand haben müssen. Außerdem hat, wie jeder andere Abgeordnete auch, Dr. Schulze die Möglichkeit, Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis nach Berlin einzuladen, wo es dann auch zu einem Treffen zwischen Gruppe und Politiker kommt. Es war auch eine meiner Aufgaben, diese Gruppen zu betreuen und im Nachhinein über sie zu berichten.
 
Es wurde mir überdies noch die Chance zuteil, parlamentarische Veranstaltungen, wie beispielsweise der Vorstellung des DEKRA-Verkehrsreports 2016 in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern am 12. April, oder den Zukunftskongress der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Fraktion, u.a. mit Dr. Angela Merkel, am 27. April im Reichstagsgebäude, zu besuchen.
 
Schließlich möchte ich mich ganz herzlich bei dem Leiter des Büros, Oliver Höhno, und den Wissenschaftlichen Mitarbeitern Christiane Thieme und Konstantin Wußmann für die tolle Zeit, die sie mir ermöglicht haben, und die stets hervorragende Stimmung, die trotz manch stressiger Phase herrscht, bedanken. Natürlich geht mein besonderer Dank auch an Herrn Dr. Schulze, der mir die Chance erst ermöglicht hat, diese unvergesslichen Erfahrungen zu machen.