Neuigkeiten

29.08.2016, 13:52 Uhr

Wie geht es weiter mit dem Wolf in Deutschland?

(Drebkau) Brauchen wir neue Konzepte beim Umgang mit der Wolfspopulation in Brandenburg und in Deutschland?  Diese Frage diskutierten Drebkauer CDU-Mitglieder mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze.

 

Dr. Schulze referiert zum Thema Wolf
Viele Jahre galt der Wolf in Deutschland als ausgestorben, aber seit 2000 ist die Population der Wölfe, ausgehend von Rudeln in der Lausitz und in Sachsen, stark angewachsen. Aber auch in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurden Wolfsrudel bereits nachgewiesen. „Man kann sagen, genetisch betrachtet, ist jeder Wolf in Deutschland ein Lausitzer“, so Dr. Schulze.

Die Wiederansiedlung des Raubtieres führt naturgemäß immer wieder zu Konflikten. Landwirte beklagen den Verlust von Weidetieren. Jäger stellen Veränderungen beim Verhalten von Rehen, Hirschen oder Wildschweinen fest, dadurch ändern sich die Jagdbedingungen.

Dr. Schulze informierte über mögliche Maßnahmen für Tierhaltern, vom Einsatz von Schutzhunden bis zu Ausgleichszahlungen für den Verlust der Tiere.

 

Im Natur- und Umweltausschuss des Bundestages wird die weitere Verbreitung des Wolfes aufmerksam verfolgt. Bisher genießt das Raubtier den höchsten Artenschutz. Eine Art gilt als in nicht mehr vom Aussterben bedroht, wenn die Anzahl der Tiere 1000 übersteigt. Bei der jetzigen Ausbreitung der Wölfe kann in 7-8 Jahren dieser Punkt erreicht werden. Ausgehend von diesem Ansatz hat Dr. Schulze einen Antrag für ein bundesweites Wolfsmanagement, einschließlich der Prüfung einer Populationsobergrenze sowie entsprechender Maßnahmen, in die Beratungen eingebracht. Die endgültige Abstimmung dazu steht noch aus.