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13.09.2016, 13:52 Uhr

„Lebenshilfe Cottbus und Umgebung e.V.“ sieht zwiegespalten auf das Bundesteilhabegesetz

 (Cottbus) Der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze besuchte die „Lebenshilfe e.V“ in Cottbus. Oliver Halecka, Vereinsreferent und Leiter für die Öffentlichkeitsarbeit berichtete von der Entwicklung seit der Gründung 1990.

Die 170 Mitarbeiter betreuen bis zu 450 Hilfsbedürftige. Für diese gibt es die Möglichkeiten in Wohnstätten betreut, ambulant unterstützt zu werden, oder auch in einer ambulanten Wohngemeinschaft zu leben, wo sie Stück für Stück lernen, trotz ihrer Beeinträchtigung ein selbstständiges Leben führen zu können. Dr. Schulze bekräftigte, dass Inklusion ein wichtiges Thema ist. Zu seiner Zeit als Spremberger Bürgermeister ließ er den ersten Inklusionskindergarten in der Stadt bauen. Er ist nach wie vor überzeugt, von diesem Konzept in anderen Lebensbereichen.

Bedenken haben der Geschäftsführer Gerald Kammer, die Bereichsleiterin Madlen Raab und der Vereinsreferent Oliver Halecka bei dem jetzigen Entwurf des Bundesteilhabegesetzes. Auf der einen Seite ist es ein finanzieller Vorteil für die Kommunen, da der Bund bei der Finanzierung mehr in die Verantwortung genommen wird. Auf der anderen Seite erwartet die Lebnshilfe e.V. eine klare Regelung im Gesetz bezüglich der Einschätzung der Pflegebedürftigkeit. Dr. Schulze ermutigte die drei Vertreter ihre Sorgen an weitere zuständige Abgeordnete im Bundes- und Landtag heranzutragen. „Bei der Pflege soll nicht gespart werden, aber wir müssen mit dem Geld sinnvoll umgehen“ so der Bundestagsabgeordnete.