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22.11.2016, 08:02 Uhr

Stippvisite beim Cottbuser Seniorenbeirat

„Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft.“

(Cottbus) Mit diesem Zitat von George Bernard Shaw begrüßte Herr Ludwig Herrn den Bundestagsabgeordneten Dr. Schulze zur Sitzung des Seniorenbeirates der Stadt Cottbus am Mittwoch. Der gewählte Beirat vertritt die Interessen von Senioren gegenüber Behörden und allen Institutionen, die mit Angelegenheiten von Senioren befasst sind. Doch wer glaubt dass sich die älteren Mitbürger der Stadt für Themen wie z. B. Gesundheitspolitik interessieren, der irrt gewaltig.

Herr Ludwig Herrn rechts neben Dr. Schulze
Mit der Vorstellung von Dr. Schulzes Lebenslauf kam die Runde auf den Lausitzer Strukturwandel zu sprechen. Sorgen bereitet den Anwesenden die zunehmende Abkehr vom Bergbau und der Kohleverstromung in der Region, wie auch der teilweise stagnierende Ausbau des bundesweiten Stromnetzes. Verständlich, da viele Biografien mit einem Arbeitsleben direkt und indirekt mit den ehemaligen Kombinaten verknüpft sind. Der Wunsch, dass auch zukünftige Generationen in der Lausitz nicht nur Ihren Lebens-, sondern auch Arbeitsmittelpunkt leitete auch den nächsten Schwerpunkt in Dr. Schulzes Vortag ein: Der Bundesverkehrswegeplan. 

Der zweigleisige Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Cottbus und Lübbenau wird in der Runde begrüßt. Mit einer kompletten Inbetriebnahme des BER wird auch Cottbus seine Attraktivität steigern, erläuterte Schulze. Obendrein findet die geplante Elektrifizierung mit Oberleitungen der Strecke von Cottbus nach Görlitz positive Beachtung, da durch diese Maßnahme eine bessere Anbindung zum polnischen Bahnnetz gewährleitet wird. Die Strecke nach Forst bietet diese Attraktivität nicht, aufgrund derzeit fehlender Infrastruktur auf polnischer Seite.

Das allgegenwärtige Thema Kreisgebietsreform fiel auch innerhalb des Seniorenbeirates auf Gehör. In dieser Runde kamen weiter Unterschriften für die Volksinitiative „Kreisreform Stoppen“ zusammen. Die Beiratsmitglieder haben keine Ängste – sie denken an die Zukunft!