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22.03.2017, 13:22 Uhr

Komplette Verwirrung in Sachen Deponie-Brand

Die Forster SPD hatte bereits Lobpreisungen auf eigene politische Würdenträger abgehalten. Mit deren Hilfe habe es eine einfache Lösung in der Problematik rund um den Deponie-Brand im polnischen Brożek gegeben. Dies bezog sich offenbar auf die deutsch-polnische Vereinbarung, den Brand mit Sand abzudecken, um den Ausstoß von Emissionen zu beenden. Allerdings wurden die Huldigungen zu früh vorgenommen.

Nach Aussage von Landrat Harald Altekrüger verzichtet die polnische Seite auf Unterstützung durch den Landkreis Spree-Neiße. Vielmehr will der Landkreis Żary zusammen mit den regionalen Akteuren in eigener Verantwortung die Situation auf dem Recyclinggelände klären. Über den Ausgang dieses Prozesses kann daher von deutscher Seite keinerlei Voraussage getroffen werden.
 
Bei der Suche nach Lösungen für das Problem der Emissionen gab es jedoch schon zuvor viel Durcheinander. Nachdem der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze den Vorschlag unterbreitet hatte, den Brand mit Erdmassen abzudecken, wurde dies von einem Fachmann des Landesfeuerwehrverbandes als nicht zielführende Maßnahme eingeordnet. Zwei Tage später wurde vermeldet, dass das Feuer nun doch mit Erde und Sand erstickt werden soll. Der Landesbranddirektor, Heinz Rudolph, bezeichnete dieses Vorgehen als Mittel der Wahl.
 
Zudem litt die Suche nach einer Problemlösung von Beginn an unter der unklaren Zuständigkeit. Während Landkreis und Land aufeinander verwiesen, zog der Qualm über die Stadt Forst. Dem Bundestagsabgeordneten Schulze war es ebenfalls nicht möglich, die Frage der Zuständigkeit aufzulösen. Auf seine entsprechenden Anfragen bei der Staatskanzlei des Landes Brandenburg hat er trotz mehrmaliger Nachfrage bis heute keine Antwort erhalten.
 
Das gesamte Durcheinander um den Deponie-Brand ist im Interesse der Bürgerinnen und Bürger endlich aufzulösen. Gleichwohl das Vorgehen der polnischen Behörden zu respektieren ist, muss von deutscher Seite auf eine schnelle Lösung gedrängt werden. Die Beeinträchtigungen, unter denen nicht nur die Menschen auf der deutschen Seite leiden, müssen endlich beendet werden.