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31.03.2017, 12:46 Uhr

LEAG Entscheidung. Die Braunkohle und die Zukunft der Lausitz

Das gestern vom Aufsichtsrat der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) beschlossene neue Revierkonzept für die Lausitz hat weitreichende Konsequenzen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommunen in der Region.

So ist zu begrüßen, dass mit dem Verzicht einer Fortführung des Tagebaus Jänschwalde die Menschen in der Region und auch die betroffenen Kommunen nun Planungssicherheit haben. Gleiches gilt für den Tagebau Nochten 2. Auf der anderen Seite ist es enttäuschend, dass die Entscheidung zur Zukunft des Tagebaus Welzow-Süd hinausgeschoben wird und somit die Unklarheit für die Menschen unter anderem im Wohngebiet V in Welzow und in Proschim weiter bestehen bleibt.
 
Allerdings ist das Vorgehen des Unternehmens mit Blick auf die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung nachvollziehbar. So erschweren die unklaren politischen Aussagen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine langfristige Planung für ein im Sektor der Braunkohleverstromung tätiges Unternehmen. Es ist erforderlich, dass die Braunkohle als ein Partner in der Energiewende angesehen wird. Schließlich stellt sie einen einheimischen, kostengünstigen und vor allem verlässlichen Energieträger dar.
 
Die LEAG hat ihre Planung zur Zukunft des Lausitzer Braunkohlereviers nun offengelegt. Jetzt ist es an der Zeit, dass die bislang vorliegenden Mittel zur Unterstützung der regionalen Entwicklung in den Braunkohlregionen endlich vom SPD-geführten Bundesministerium für Wirtschaft und Energie freigegeben werden. Darüber hinaus ist es unabdingbar, dass der Bund, die Länder und die Europäische Union die Strukturentwicklung der Lausitz weiter begleiten. Dahingehend bin ich froh, dass es mir gelungen ist die Lausitzrunde mit Ansprechpartnern in Brüssel zusammenzubringen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die strukturelle Zukunft der Lausitz nur im europäischen Kontext gesichert werden kann.