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02.06.2017, 15:53 Uhr

Klaus-Peter Schulze diskutiert Probleme der Teichwirtschaft im Bundeslandwirtschaftsministerium

Am 31. Mai 2017 haben sich die Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Schulze und Carola Stauche sowie Christoph Junghanns von der Teichwirtschaft Eulo mit dem Staatssekretär Hermann Aeikens vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft getroffen. Thema des Gesprächs war die durch Kormorane und Biber verursachte schwierige Situation, in der sich viele deutsche Teichwirte derzeit befinden. 

Klaus-Peter Schulze mit Carola Stauche und Christoph Junghanns (v.l.n.r.)
Klaus-Peter Schulze machte deutlich, dass der Schutzstatus des Kormorans nicht zur Gefährdung anderer Arten führen darf. „Die Teichwirte leisten mit der Pflege der Teichgebiete einen zentralen Beitrag für den Natur- und Artenschutz. Sie schaffen und bewahren wichtige Lebensräume für eine Vielzahl von Arten und unterstützen damit den Erhalt der biologischen Vielfalt.“ Es ergibt sich somit eine Schieflage, wenn Teichwirte aufgrund massiver Kormoranschäden zur Aufgabe gezwungen werden. 

Staatssekretär Aeikens zeigte Verständnis für die Situation der Teichwirte. Er erläuterte, dass aktuell an einer Studie zur Teichwirtschaft gearbeitet wird. Darin werden auch die negativen Einflüsse durch Kormoran und Biber aufgegriffen. Die Studie soll Handlungsoptionen aufzeigen, durch die eine Verringerung der dargestellten negativen Effekte auf die Teichwirtschaft erreicht werden kann. 





Hintergrund:

In der Vergangenheit gab es eine starke Zunahme der Kormoran-Population. Für die Kormorane stellen die Zuchtteiche der Teichwirte eine reichhaltige Nahrungsquelle dar. Dies führt dazu, dass die Teichwirte bei ihren Karpfenbeständen mitunter eine Verlustrate von über 80 Prozent verzeichnen müssen. Hinzu kommen zunehmenden Schäden an den Deichen, die durch eine wachsende Biber-Population verursacht werden. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass es mit Blick auf die Teichwirtschaft einen großen Handlungsbedarf gibt.