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24.08.2017, 08:07 Uhr

Kreisbauernverband diskutiert mit Kandidaten zur Bundestagswahl

(Forst) Der Kreisbauernverband Spree-Neiße hatte die Kandidaten zur Bundestagswahl zu einer erweiterten Vorstandssitzung eingeladen, um die Positionen der einzelnen Parteien zur Landwirtschaft zu diskutieren.

Der Einladung waren neben Dr. Schulze auch die Kandidaten von Linke und Grüne gefolgt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde nutzten die Landwirte intensiv die Möglichkeit, den Kandidaten auf den „Zahn zu fühlen“.

Einig war man sich, dass der zunehmende Aufkauf von landwirtschaftlichen Flächen durch große Unternehmen reduziert werden muss. Dr. Schulze sprach sich für die Änderung der Richtlinie zum Flächenverkauf aus.
Er bescheinigte den Landwirten eine gute, fachliche Arbeit und betonte, dass sowohl konventionelle Landwirtschaft als auch Bio-Bauern ihre Berechtigung haben.
Kritisch sieht er die vielfältigen Versuche, die Arbeit der Landwirte und Tierhalter aus ideologischen Gründen in Mißkredit zu bringen. Dazu gehören die von Steuergeldern bezahlte Kampagne des Umweltministeriums zur Aufstellung neuer Bauernregeln ebenso wie falsche und unsachliche öffentliche Darstellungen zur Landwirtschaft.

Die zunehmende Wolfspopulation, die besonders für die Tierhalter zum Problem geworden ist, war ein weiteres Thema. Ziel muss eine unbürokratische Lösung sein, die das Vorkommen des Wolfes mit den Anforderungen der Landwirtschaft vereinbar macht. Dr. Schulze verwies dazu auf seinen Antrag im Umweltausschuss des Bundestages, der seit 2015 durch die SPD blockiert wird.

Die Landwirte forderten die Politiker auf, sich verstärkt für eine Vergütung landwirtschaftlicher Produkte einzusetzen, die dem Aufwand gerecht wird. Eine weiter zunehmende Diskrepanz zwischen Kosten, hohen Standards und geringen Erträgen wird dazu führen, dass immer weniger Menschen bereit sind, als Landwirte oder in der Tierhaltung zu arbeiten.