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29.08.2017, 14:57 Uhr

Martin Schulz und die Führungsstärke

Seit neuestem wirbt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz mit dem Spruch „Die Zukunft braucht neue Ideen und einen, der sie durchsetzt“. Er will damit offenbar Führungsstärke beweisen. Allerdings scheint diese Führungsstärke noch nicht einmal im engen Zirkel der SPD-Granden Wirkung zu haben. 

Dr. Klaus-Peter Schulze MdB
Schließlich vermochte es Schulz nicht, Altkanzler Gerhard Schröder von der Übernahme eines Sitzes im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzern Rosneft abzubringen. Laut aktuellen Medienberichten soll Schröder nun sogar den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. 
 
Schulz zog sich darauf zurück, dass es sich um Schröders Privatsache handle und nichts mit der Politik der SPD zu tun habe. Hier macht er es sich jedoch zu einfach. Schröder ist nach wie vor eines der bekanntesten Gesichter der Sozialdemokraten. Zudem hat auch ein ehemaliger Bundeskanzler eine gesellschaftliche Vorbildfunktion. Die herausgehobene Position des Altbundeskanzlers Schröder wird zudem dadurch verdeutlicht, dass ihm Büroräume samt Mitarbeitern in einer Bundestagsliegenschaft, Dienstfahrzeuge und Personenschützer zustehen. Es ist daher äußerst fragwürdig, ihm nach dem Ende seiner Amtszeit wieder den Status eines Max Mustermann gewähren zu wollen. Führungsstärke gilt es nicht nur zu postulieren, sondern durch Taten zu belegen. Diese Chance hat Martin Schulz vertan.