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07.06.2017, 16:08 Uhr

Beratung über Zukunft der deutschen UNESCO Global Geoparks

Am 30. Mai 2017 trafen sich Vertreter der deutschen UNESCO Global Geoparks mit der UNESCO-Sonderbeauftragten des Auswärtigen Amtes, Staatsministerin Maria Böhmer. Mit dabei waren auch die Bundestagsabgeordneten, in deren Wahlkreisen die Geoparks liegen. Für den Muskauer Faltenbogen nahm somit der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze an dem Gespräch teil.
 
 

Klaus-Peter Schulze überreicht Staatsministerin Maria Böhmer Informationsmaterial über den UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen
Unter Federführung von Schulze war es den Tourismuspolitikern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Jahr 2015 gelungen, die deutschen Geoparks in der neu geschaffenen UNESCO-Kategorie „UNESCO Global Geopark“ zu etablieren. Damit verbunden waren eine internationale Aufwertung und eine administrative Institutionalisierung der bisherigen Strukturen. So finanzierte das Auswärtige Amt fortan eine Geschäftsstelle, die die Koordinierung der Zusammenarbeit mit der UNESCO übernahm.

Das Treffen mit Staatsministerin Böhmer drehte sich um die Frage, wie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz der Geoparks noch weiter ausgebaut werden kann. Dabei kristallisierte sich heraus, dass insbesondere die Vernetzung der Geoparks untereinander sowie mit lokalen Akteuren zusätzliche Impulse bereithält. Klaus-Peter Schulze verwies in seinem Redebeitrag darauf, dass in der Region des Muskauer Faltenbogens, als einzigem grenzüberschreitenden Geopark, die Zusammenarbeit zwischen polnischen und deutschen Akteuren bereits sehr gut funktioniert. „Gerade im Bereich des Tourismus birgt die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen zudem erhebliches Potenzial für die Vermarktung der einzelnen Geoparks“, so Schulze. 
 
Die Geoparks stellen vor allem im ländlichen Raum schon heute einen wichtigen Faktor für den regionalen und lokalen Tourismus dar. Darüber hinaus leisten sie im Bereich der Umweltbildung einen wichtigen Beitrag. So wird den Besuchern erläutert, wie Landschaften entstehen, welche Rohstoffe und Gesteine im Untergrund vorkommen und wie Geologie die jeweilige Landnutzung beeinflusst. Die Wissensvermittlung kann dabei auf ganz unterschiedliche Weise erfolgen. Möglich sind Motto-Wanderwege, Schautafeln und Faltblätter. Von Seiten der Geoparks wurde bei dem Gespräch jedoch deutlich gemacht, dass insbesondere mit Blick auf Netzwerkprojekte mit anderen Geoparks sowie Bildungsprojekte ein zusätzlicher Mittelbedarf besteht.