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15.09.2017, 16:30 Uhr

Wolf im Fokus

Expertenrunde diskutiert über den richtigen Umgang mit dem Wolf

Am 14. September 2017 fand in Forst die Diskussionsveranstaltung „Wölfe in Brandenburg“ statt. Zu dieser hatte der CDU-Kreisverband Spree-Neiße eingeladen. Mit Experten aus der Bundes- und Landespolitik, den Bereichen Jagd und Landwirtschaft sowie ehrenamtlichen Wolfsbetreuern wurde kontrovers über einen angemessenen Umgang mit dem Wolf diskutiert. 
 

Klaus-Peter Schulze stellt seinen Standpunkt zum Thema Wolf dar
In seinem Vortrag verweis der Lausitzer Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze auf das starke Wachstum der Wolfspopulation in den vergangenen Jahren. Die Zählungen ergaben im letzten Jahr 47 Wolfsrudel in Deutschland. Für das aktuelle Jahr ist erneut mit einer deutlichen Zunahme zu rechnen. Schulze ist der Überzeugung, dass es im Anbetracht der überaus dynamischen Bestandsentwicklung kein „Weiter so“ geben kann. Er versucht daher seit November 2015, einen Antrag in den Deutschen Bundestag einzubringen. Dieser hat ein bundesweit einheitliches Wolfsmanagement zum Ziel. Bisher scheiterte Schulze mit seinen Bemühungen allerdings an der SPD, die einen solchen Antrag ablehnt.
 
„Die Entwicklung der Bestandszahlen macht jedoch deutlich, dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. Gerade im Sinne des Populationsmanagements muss ein Rahmen vorgegeben werden“, so Schulze. Er ist der Ansicht, dass der Ansatz des günstigen Erhaltungszustandes geeignet ist, um eben diesen Rahmen zu schaffen. Dieser Ansatz beschreibt, wie viele erwachsene Tiere eine Population benötigt, damit ihr Überlegeben langfristig gesichert ist. „Die Diskussion um den Wolf ist aktuell sehr stark durch Emotionen und Ideologien aufgeladen. Das weitere Vorgehen sollte daher auf einer wissenschaftlichen Grundlage erfolgen“, argumentiert Schulze.
 
Diese Ansicht traf bei den Teilnehmern der gestrigen Veranstaltung auf Zustimmung. Für Schulze ein klares Zeichen, dass er mit der inhaltlichen Ausrichtung seines Antrags richtig liegt. Nun gilt es, die Sozialdemokraten von ihrer Verweigerungshaltung abzubringen.