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03.03.2018, 22:30 Uhr

Jäger erwarten Anerkennung und Unterstützung für ehrenamtliche Arbeit

(Cottbus) Beim diesjährigen Kreisjägertag Spree-Neiße/Cottbus im neu rekonstruierten Saal in der Wohnresidenz Branitz wurde schnell deutlich, wo den Jägern der Schuh drückt.

Die Bedingungen für die ca. 700 Jäger im Revier haben sich nicht verbessert. Zu große Anbauflächen und zu wenige Schußschneisen sind einige Ursachen für explodierende Schwarzwildbestände. Die geforderte Dezimierung des Schwarzwildes auf Grund der drohenden Afrikanischen Schweinepest kann nicht durch die ehrenamtlich tätigen Jägern allein durchgesetzt werden, stellten die Mitglieder des Jagdverbandes klar. Hier ist eine Bündelung vielfältiger Maßnahmen notwendig. Die gesetzlichen Regelungen sowohl zur Jagd als auch zum Umgang mit geschützten Tierarten wie dem Wolf sind unzureichend und mit hohen bürokratischen Hürden verbunden, kritisierte der Vorsitzende des Landesjagdverbandes Brandenburg Dr. Wellershoff. Er forderte eine stärkere Unterstützung durch Politik und Verwaltung.

Dr. Schulze ist als wiedergewähltes Mitglied im Umweltausschuss auch weiterhin für das Thema Wolf zuständig. Er sprach sich für eine Begrenzung der Wolfspopulation aus, die im dicht besiedelten Deutschland dringend notwendig ist. Im Bundestag arbeitet der studierte Biologe an einem entsprechenden Antrag mit, der die Belange des Naturschutzes und der Betroffenen berücksichtigen soll. Positiv begrüßte Dr. Schulze, der auch Kreistagsabgeordneter ist, den Vorschlag des Landrates, zur Unterstützung der Jäger die gesetzlich vorgeschriebene Trichinenuntersuchung im Landkreis kostenfrei zu gestalten.