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04.05.2018, 12:29 Uhr

Fischbestand in den Gewässern nimmt rapide ab

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze war am 30. April 2018 um 8.00 Uhr am Hammerstrom in der Gemarkung Peitz mit aktiven Mitgliedern des Anglervereins Badesee Peitz e.V. verabredet. Die Angelfreunde um die Herren Kutter und Kohde sorgen sich um den Fischbesatz in den Gräben und Fließgewässern rund um Peitz, da Kormoran und Silberreiher in großen Mengen und erfolgreich auf Fischjagd gehen.  

Dr. Schulze war eingeladen, um bei einem Fangnachweis über den Elektrofischfang dabei zu sein. Auf einer Strecke von ca. 800 m des Hammerstroms wurden alle Fische registriert, die auf Grund der elektrischen Spannung im Wasser an die Stromquelle getrieben wurden.
„Der Fangnachweis beweist, dass bezüglich der Gesamtfischmasse vor dem wiederkehrenden Kormoranbeflug (Dezember-Februar) nur noch ca. 5 % des sonst üblichen Bestandes in diesem Abschnitt angetroffen wurden“ so Dr. Schulze. „Völlig fehlen z.B. der Kaulbarsch, Stichling, Schmerle, Rotfeder, Ukelei, Moderlieschen und Giebel. Denn der Kormoran frisst auch die Bestände der geschützten Fischarten“.
Für die verantwortungsvollen Angler, die jedes Jahr Jungfische in die Fließgewässer einsetzen ist die Entwicklung ernüchternd bis resignierend, denn wie soll Nachwuchs für die Angelvereine geworben werden, wenn der Fisch im Wasser fehlt? „Es wird ein schwieriger Weg werden, die Kormoranverordnung praxistauglich zu gestalten, um neben einer Abschussquote auch die Regulierung der Brutpaare durchzusetzen“, so das Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. „1500 Brutpaare Kormoran in Brandenburg sind 3000 erwachsene Vögel – zu viel für die Brandenburger Teichwirtschaften und Angelgewässer“.