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21.11.2018, 14:31 Uhr

Klaus-Peter Schulze spricht mit Kolumbianerinnen über Folgen des Steinkohlebergbaus

Vor Kurzem hat Klaus-Peter Schulze sich auf Anregung der Organisation MISEREOR mit der Vertreterin einer indigenen Gemeinde aus Kolumbien getroffen. Begleitet wurde diese von einer kolumbianischen Anwältin, die sich vor allem mit Menschenrechtsverletzungen in Kohleabbaugebieten befasst. Die Vertreterin des Volkes der Wayúu schilderte, dass die sehr traditionelle Weise ihres Volkes zunehmend durch den Kohlebergbau gefährdet ist. 

Schulze hat sich im Rahmen einer Delegationsreise des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Jahr 2016 nach Kolumbien selbst von den Auswirkungen des Kohlebergbaus auf Mensch und Umwelt überzeugen können. Fest steht, dass wir in Deutschland bei der Kohleförderung im Vergleich zu Ländern wie Kolumbien äußerst hohe Umwelt- und Sozialstandards haben. Diesen Punkt gilt es zu bedenken, wenn die Forderung nach einem möglichst schnellen Ausstieg aus der Braunkohle aufgestellt wird. Schließlich importiert Deutschland jährlich mehrere Millionen Tonnen Steinkohle aus Kolumbien.
 
Im Hinblick auf die Situation der indigenen Gemeinden in Kolumbien müssen wir die dortigen Bergbauunternehmen weiterhin auf ihre ökologische und soziale Verantwortung und vor allem auf die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinweisen.