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01.04.2019, 14:19 Uhr

Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung zu Gast im Wahlkreis

(Cottbus) Seit fast einem Jahr ist Dr. Bernd Fabritius Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung. Der aus Transsilvanien stammende Fabritius gehört selbst zur Minderheit der Siebenbürger Sachsen. Gestern besuchte er erstmals die Sorben/Wenden in der Lausitz.

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze, selbst stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Beirates der Stiftung für das sorbische Volk, freute sich Bernd Fabritius in seinem Wahlkreis begrüßen zu können. Nach seinem Antrittsbesuch bei der Domowina im Wendischen Haus stand ein gemeinsamer Besuch des Niedersorbischen Gymnasiums auf dem Programmplan. Hier wurden sie von zwei Schülerinnen nach sorbischer Tradition mit Brot und Salz begrüßt. Es folgten ein Gespräch und ein interessanter und informativer Austausch mit einer kleinen Gruppe von zukünftigen Abiturienten sowie Vertretern der Schule, der Domowina, des Rates für Angelegenheiten der Sorben/ Wenden und der Stadt Cottbus/Chóśebuz. Die Schüler berichteten von ihren Spracherfahrungen und davon, wann und wo sie diese anwenden und Sorbisch sprechen sowie über die sorbisch/wendischen Bräuche und Traditionen. Auch über Zukunftspläne wurde gesprochen, verbunden mit dem Wunsch und der Hoffnung, einige Absolventen in fünf oder sechs Jahren als Lehrer wieder begrüßen zu können. Abschließend empfahl Fabritius den Schülern Kontakt zu anderen Minderheiten in Deutschland aufzunehmen, um sich gegenseitig auszutauschen. Schon seit einigen Jahren pflegt das Niedersorbische Gymnasium eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Norwegen und der dort lebenden Minderheit der Samen. Nach der Gesprächsrunde ging es für den Minderheitenbeauftragten dann weiter nach Dissen (Spree-Neiße).