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19.08.2019, 15:36 Uhr

Gasdrehscheibe Schwarze Pumpe

(Spremberg) Die Zukunft der Energieversorgung, die Nutzung von Erdgas und Wasserstoff – ein komplexes Thema, das am Montagabend im Spree-Kino in Spremberg diskutiert wurde.

Gemeinsam mit dem Verein Zukunft Erdgas e.V. hatte der Bundestagsabgeordnete Dr. Schulze zu einer Diskussionsrunde eingeladen.
Im Industriepark Schwarze Pumpe entsteht ein Referenzkraftwerk als Reallabor, das neue Technologien der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien und aus Wasserstoff erproben soll.
In Zukunft wird Erdgas als Wasserstofflieferant eine größere Rolle spielen, ist sich Dr. Kehler vom Verein Zukunft Erdgas sicher und erläutert weitere Nutzungskonzepte.
Die technische Umwandlung von Erdgas zu Wasserstoff und die Nutzung vorhandener Gasleitungen und Gasthermen werden erprobt. Es werden Gasbrennstoffzellenheizungen entwickelt, die Eigenheime mit Heizung und Strom versorgen. Flüssiges Erdgas kann in LKW oder Baufahrzeugen verwendet werden. Eine steigende Nachfrage ist bereits bei der Umrüstung von Kreuzfahrtschiffen vom Diesel zu Erdgas zu bemerken. Die Erdgasleitungen können als Energiespeicher verwendet werden.

Dr. Schulze verweist darauf, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht ausreicht, um den Strombedarf zu decken. Windkraftanlagen können bereits heute durch berechtigte Interessen der Bevölkerung nicht mehr in dem Maße errichtet werden, wie benötigt. Gleichzeitig steigt der Strombedarf weiter, so dass bereits Strom importiert werden muss. Deshalb ist es richtig, verschiedene Konzepte zur Stromgewinnung zu erforschen und zu erproben. Viele Fragen müssen noch geklärt werden, damit Energie bezahlbar bleibt und vorhandene Ressourcen besser genutzt werden, sind sich die Diskussionsteilnehmer einig.