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30.08.2019, 13:51 Uhr

Gesundheitsminister Spahn zu Gast in Spremberg

Aktuell wird verstärkt darüber diskutiert kleinere Krankenhäuser in der Fläche zu schließen und die Versorgung auf größere „Schwerpunktkrankenhäuser“ zu konzentrieren. Dabei sind es gerade kleinere Krankenhäuser, wie das in Spremberg, die einen elementaren Beitrag für die ländliche Gesundheitsversorgung leisten. Der heutige Besuch von Minister Spahn im Krankenhaus Spremberg bot dabei eine gute Gelegenheit sich von dieser wertvollen Arbeit zu überzeugen.

Die Einladung erfolgte durch den CDU-Landtagsabgeordneten, Raik Nowka, und die Geschäftsführerin des Krankenhauses, Kathrin Möbius, die gerne über die deutschlandweit einzigartigen Einrichtung sowie die Vorteile des „Spremberger Modells“ informierte.

Einzigartig deshalb, weil sich das Krankenhaus im mehrheitlichen Besitz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befindet. Möglich ist das durch die besondere Gesellschafterstruktur, durch die ein von den Angestellten getragener Förderverein 51 Prozent der Betreibergesellschaft besitzt.

Jens Spahn stellte sich im Anschluss wie gewohnt den Fragen der Krankenhausmitarbeiter und überzeugte viele Zuhörer durch Fachkenntnis und nachvollziehbare Erklärungen seiner Gesundheitspolitik.

Viele Fragen kamen zu den Themen Pflege und Fachkräfteentwicklung auf. Auch die Entwicklung der Krankenhäuser im ländlichen Bereich und der Notaufnahmen wurden diskutiert.

Erste Anreize für mehr Auszubildende im medizinischen Bereich werden durch die Abschaffung des Schulgeldes und die Einführung einer Ausbildungsvergütung ab 2020 geschaffen. Veränderungen bei der Ausbildung in den medizinischen Berufen sollen bessere Praxiserfahrung und Chancen zur Weiterentwicklung bieten.

Der Gesundheitsminister machte weiterhin deutlich, dass die Krankenhäuser in der Fläche gebraucht werden, hier sei die Zusammenarbeit von ambulanter und stationärer Versorgung bereits heute sehr gut. Eine verbesserte Organisation von Notruf, Notaufnahmen und Terminbestellungen beim Facharzt ist in der Planung.

Um den Ärztemangel auszugleichen, muss die Medizinausbildung in die Fläche und junge Mediziner brauchen Anreize im ländlichen Bereich zu arbeiten.

Für das ärztliche Personal stellte ein Chefarzt abschließend fest, dass die Mehrheit der Ärzte nicht in Deutschland geboren wurde und sich im Falle eines Wahlsieges der AFD in Spremberg auch nicht mehr heimisch fühlen würde.