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12.09.2019, 10:20 Uhr

Podiumsdiskussion: Offshore-Windenergie in Deutschland: Potenziale, Chancen und Herausforderungen

Bei der Podiumsdiskussion des Bundesverband aller Offshore-Windpark-Betreiber Deutschlands (BWO) diskutierte Klaus-Peter Schulze zur Frage: Kohleausstieg - Offshore-Ausbau. Woher wird der Strom kommen?

v. l. Klaus-Peter Schulze, Timon Gremmels (SPD), Ingrid Nestle (Bündnis 90/Die Grünen),Lorenz Gösta Beutin (DIE LINKE.) und Martin Neumann (FDP)
Der Bundestagsabgeordnete stellte heraus, dass das von der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ in deren Abschlussbericht als Ausstiegsdatum empfohlene Jahr 2038 für ihn nicht verhandelbar ist. Ein wichtiges Argument gegen eine überstürzte Schließung etwa der Tagebaue in der Lausitz ist die ungelöste Frage des quantitativen und qualitativen Erhalts der regionalen Wasserläufe. Hier droht bei einem plötzlichen Ende des Tagebaus eine Verockerung und Versiegung der Flüsse. 
Er betonte weiterhin, dass parallel zu einem geordneten Kohleausstieg ein weiterer Ausbau der Offshore-Windenergie nötig ist, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Dabei müssen jedoch die Seevogelschutzgebiete in den Windzonen ausreichend Berücksichtigung finden. Hinzu kommt, dass etwa entlang der Ostsee wichtige Vogelrouten verlaufen. Auch hier darf der Vogelschutz nicht dem Bau von Windenergieanlagen geopfert werden.