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18.03.2020, 16:10 Uhr

Zukünftige Stromversorgung: Schulze warnt vor Anfälligkeit in Krisensituationen

Die Coronavirus-Pandemie hat verdeutlicht, wie wichtig es in derartigen Notsituationen ist, als Staat etwa bei Schutzausrüstungen über eigene Kapazitäten zu verfügen. Ich bin der Meinung, dass wir diesen Grundsatz auch bei der zukünftigen Energieversorgung Deutschlands anwenden sollten.

Nach derzeitigen Planungen soll im Jahr 2030 die Versorgungssicherheit Deutschlands auch mithilfe von Stromimporten aus dem europäischen Strommarkt sichergestellt werden. Insgesamt sollen 20 Gigawatt Importleistung die Stromversorgung gewährleisten. Diese Strategie muss nach meiner Ansicht kritisch hinterfragt werden. Wollen wir uns als stromintensive Industrienation wirklich darauf verlassen, dass wir von unseren Nachbarn in Extremsituationen Strom importieren können? Meines Erachtens müssen wir die Energiewende in Deutschland vielmehr so gestalten, dass unsere Versorgungssicherheit losgelöst ist von Ausgleichseffekten im europäischen Strombinnenmarkt.