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11.06.2020, 17:15 Uhr

Diskussion mit Parl. Staatssekretär Uwe Feiler zum ländlichen Raum

(Klein Kölzig) Trotz der aktuellen Coronakrise nahm der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Uwe Feiler, die Einladung von Dr. Klaus-Peter Schulze und dem Dorfentwicklungsverband Niederlausitz e.V. zu einer Diskussion mit Bürgermeistern und Landwirten über die aktuelle Situation im ländlichen Raum gern an. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Julian Brüning war der Einladung gefolgt.

Zuerst wurde den Gästen bei einer Rundfahrt über das Gelände der ehemaligen Ziegelei in Klein-Kölzig und einer Führung durch das Gebäude die neu geschaffenen touristischen Möglichkeiten im Amt Döbern-Land gezeigt. In den restaurierten Räumen hat auch der Förderverein des Unesco Geoparks Muskauer Faltenbogen sein neues Domizil gefunden.

In der anschließenden Diskussion bedankte sich die Spremberger Bürgermeisterin Frau Herntier beim Bundestagsabgeordneten Dr. Schulze, dass es ihm trotz der Corona-Krise gelungen ist , innerhalb von acht Wochen zwei Staatssekretäre für einen Besuch vor Ort zu gewinnen, um auf die besondere Situation der Lausitz aufmerksam zu machen.

Staatssekretär Uwe Feiler informierte über die verschiedenen Maßnahmen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Unterstützung des ländlichen Raums. Dabei wurde deutlich, dass Fördermittel kleinteiliger werden müssen, um die notwendige Kofinanzierung in den Kommunen stemmen zu können. Außerdem sollte die Förderung auch für Instandhaltungskosten möglich werden. Damit könnte z. B. die teure Komplettsanierung von Straßen vermieden werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Situation der Landwirtschaft. Neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage sehen sich viele Landwirte zu Unrecht für Probleme der Umwelt allein verantwortlich gemacht.
Die durchaus berechtigten Diskussionen zum Schutz der Umwelt werden einseitig ideologisch geführt und berücksichtigen die Belange der Landwirtschaft zu wenig, sind sich Uwe Feiler und Dr. Schulze mit den Landwirten einig.

Schutzmaßnahmen, z. B. für den Biber führen dazu, dass Landwirte Agrarflächen nicht nutzen können. Entschädigungen lösen diese Probleme nicht. Hier sind dringend bessere Lösungen notwendig.

Auch Maßnahmen zum Schutz des Wolfes oder zum Insektenschutz müssen im Einklang zwischen Naturschutz und Landwirtschaft erfolgen, sind sich die Teilnehmer einig. „Beim Insektenschutz kann z. B. jeder Gartenbesitzer durch die richtige Auswahl von Blumen oder Sträucher selbst etwas tun.“, betont Dr. Schulze.

Zum Abschluss informierte Dr. Manfred Kupetz über die Arbeit des Fördervereins „Geopark Muskauer Faltenbogen“. Als einer von weltweit vier Unesco Geoparks in einer Grenzregion gewinnt er immer größere touristische Bedeutung und ist damit auch ein Baustein für eine positive Entwicklung der Lausitz.