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30.06.2020, 14:11 Uhr

Klaus-Peter Schulze spricht mit NABU-Vertreterin über Windenergie und Meeresschutz

Gestern habe ich mit Anne Böhnke-Henrichs vom NABU über die negativen Auswirkungen des Ausbaus der Offshore-Windenergie auf Meeresvögel gesprochen.

 

Klaus-Peter Schulze im Gespräch mit Anne Böhnke-Henrichs

Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht vor, die Offshore-Windenergie-Leistung von derzeit 7,5 Gigawatt auf 40 Gigawatt im Jahr 2040 zu erhöhen. Eine solche Erhöhung würde für Arten wie Basstölpel, Trottellummen und Seetaucher den Verlust großer Teile ihres Lebensraumes in der deutschen Nordsee bedeuten. Hinzu kommt, dass für die Fischerei ein Großteil der Flächen verloren gehen würde. Auch das Verfahren ist zu bemängeln, da eine solch umfassende Errichtung von Windenenergieanlagen zuerst einmal einen Raumordnungsplan voraussetzt.

Beim Ausbau der Offshore-Windenergie darf es nicht nur um eine positive CO2-Bilanz Deutschlands gehen. Es muss dabei unbedingt auch die Frage der Naturverträglichkeit riesiger Windparks in der Nord- und Ostsee erörtert werden. Natur- und Umweltschutz dürfen nicht hinter dem Klimaschutz zurückfallen.