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04.09.2020, 09:54 Uhr

Chancen für den Standort Jänschwalde

(Peitz) Wie soll es weitergehen am Standort Jänschwalde? Auf Einladung des CDU-Amtsverbands Peitz diskutierte Dr. Schulze mit Bürgern diese Frage, die besonders für das Amt Peitz von großer Bedeutung ist.

 Die Verabschiedung des Strukturstärkungsgesetzes zum Braunkohlenausstieg bietet Chancen für die Region, ist sich Dr. Schulze sicher.
Der beschlossene Kohleausstieg lässt 2028 im Kraftwerk Jänschwalde das Licht ausgehen. Aber die verkehrstechnisch günstige Anbindung, die Ausweisung als Industriegebiet, eine gute Infrastruktur zur Versorgung mit Energie und Wasser sind Vorteile an diesem Standort, die in dieser Form nur an wenigen Stellen in Deutschland vorhanden sind, betont der Bundespolitiker. Er sieht in einem Ersatzbrennstoffkraftwerk großes wirtschaftliches Potential, da die Kapazitäten für Müllverbrennung deutschlandweit ausgeschöpft sind. Als Ankerinvestition ist die Errichtung eines Gaskraftwerkes in Jänschwalde weiter zu forcieren. Um die Akzeptanz für industrielle Ansiedlungen zu erreichen, ist ein ehrlicher Umgang mit den Problemen und Sorgen der Bürger und die Suche nach gemeinsamen Lösungen notwendig.

Ein großes Problem ist der Wassermangel in der Lausitz, von dem auch der Bereich Peitz nicht verschont bleibt. Nach zähen Verhandlungen konnten im Gesetz erste Grundlagen für ein Wassermanagement vereinbart werden, das für die Region von existenzieller Bedeutung ist. Die Tatsache, dass deutlich mehr als 50 % des Wassers in der Spree gehobenes Grubenwasser ist, lässt die Dimension der Aufgabe erahnen. Die Lösung dieser Probleme wird eine entscheidende Rolle für das Gelingen des Strukturwandels spielen und erfordert weiterhin viel Engagement auf allen politischen Ebenen, betont Dr. Schulze.