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10.09.2020, 10:27 Uhr

Schulze nimmt an Expertenanhörung zum Ausbau der Offshsore-Windenergie teil

Gestern fand im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum Ausbau der Offshore-Windenergie statt, an der ich als Umweltpolitiker teilgenommen habe.

 

Dr. Klaus-Peter Schulze MdB

Neben wirtschaftlichen Aspekten spielen beim Ausbau der Windenergie auf See auch Fragen des Natur- und Artenschutzes eine Rolle. Schließlich soll ein Teil der geplanten zusätzlichen Windparks innerhalb von Vogelschutzgebieten errichtet werden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bemängelt korrekterweise, dass es bisher keine Flächenplanung hinsichtlich der neuen Windparks gibt.

Ich sehe es für unabdingbar an, dass wir zuerst eine Flächennutzungsplanung erstellen und abklären, wie hoch in der Nord- und Ostsee der Flächenbedarf für Seefahrt, Fischerei, Natur- und Artenschutz sowie die Gewinnung von Bodenschätzen ist. Im Anschluss daran kann überhaupt erst eine Aussage getroffen werden, ob wir 40 Gigawatt an Offshore-Windenergieanlagen errichten können.

An dieser Stelle rächt sich, dass Rot-Grün im Jahr 2000 den Schalter hin zu den erneuerbaren Energien umgelegt hat, ohne zuvor die genauen Flächenpotenziale in Deutschland zu analysieren.