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18.09.2020, 13:11 Uhr

Pharma-Industrie zukünftig auch in der Lausitz?

In dieser Woche haben der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Schierack und ich zusammen mit den Vertretern des Vorstandes des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller (BAH) in Berlin über das Potenzial der Strukturwandelregion Lausitz diskutiert. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie der Pharma-und Biotechstandort Lausitz gestärkt werden kann. 
 

Klaus-Peter Schulze und Michael Schierack t den Vertretern des Vorstandes des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller (BAH) in Berlin
Die Monate der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie anfällig Wertschöpfungs- und Lieferketten in der pharmazeutischen Industrie sind. Um Abhängigkeiten zu anderen Staaten, vor allem nicht EU-Mitgliedern, zu verringern sollen Teile der Pharma-Industrie wieder nach Europa zurückkehren. 
 
Die Lausitz kann im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes ideale Voraussetzungen auch für die Neuansiedlung von Arzneimittelherstellern bieten. BAH-Hauptgeschäftsführer Hubertus Cranz sieht das im Prinzip genauso. Unabhängig von der Region Lausitz hat die Pharmaindustrie jedoch erhebliche Probleme mit den langwierigen Genehmigungsprozessen sowie mit hohen Produktionskosten in Deutschland. 
 
Alle waren sich darin einig, dass das produktive Gespräch fortgesetzt werden soll. Schließlich stellt der Ausbau der BTU Cottbus-Senftenberg, welche in den nächsten Jahren ein „Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus“ erhalten soll, eine reale Chance für eine digital verknüpfte Forschung sowie Lehre und letztlich auch eine Herstellung von Arzneimitteln dar.