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10.02.2021, 13:04 Uhr

Ohne ein erfolgreiches Wassermanagement kein erfolgreicher Strukturwandel in der Lausitz!

(Cottbus) Die CDU-Fraktion der StVV Cottbus hatte am 08.02.2021 das Mitglied des Bundestages Dr. Klaus-Peter Schulze zu Gast. Auf der Tagesordnung stand die Lausitzer Wasserbilanz bis zum Ende des Braunkohletagebaus in 2038.

Dr. Schulze machte eine einfache Rechnung auf. Auf der einen Seite wird das zur Verfügung stehende Wasser aus dem natürlichen Spreewasser und der Schwarzen Elster + aus dem noch zusätzlichen Grubenwasser aus den Tagebauen bis 2038 gespeist, aber unter Beachtung tendenziell geringerer Niederschläge im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster. Dieses Wasser muss nun Jahr für Jahr die noch vorhandenen Tagebaurestlöcher füllen, dazu den bergbaubedingten abgesenkten Grundwasserspiegel ausgleichen, den Spreewald ausreichend feucht halten und die Wasserwerke südöstlich von Berlin speisen, damit genügend Trinkwasser für den Großraum Berlin zur Verfügung stehen. Hinzu kommt die Bewässerung angrenzender Landwirtschafts- und Teichgutflächen. Spätestens wenn das Grubenwasser wegfällt, kann es für die Spree häufiges Niedrigwasser geben und die Schwarze Elster - wie bereits geschehen - sogar trocken fallen.

Deshalb, so die klare Botschaft vom Lausitzer Umweltpolitiker, müssen neben der Optimierung der Speicherbewirtschaftung und der Errichtung neuer Speicheranlagen zusätzliche Wasserüberleitungen von Elbe und Oder ernsthaft geprüft werden. „Dies ist eine Aufgabe für mehrere Generationen und auch allen Kommunalpolitikern muss klar werden, dass ein erfolgreicher Strukturwandel nur gelingt, wenn das Wasserproblem gelöst wird. Jede Industrieansiedlung mit zusätzlichen großem Wasserbedarf, wenn z.B. große Mengen an Wasserstoff erzeugt werden soll, belastet den komplexen Wasserhaushalt von der Spreequelle bis zur Großstadt Berlin“, so der der eindringliche Appell von Dr. Schulze an diesem Abend.

Fazit des interessanten Vortrages:
Noch im Juni 2021 will die CDU-Fraktion zu diesem Thema eine aktuelle Stunde in der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung durchführen.