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28.05.2021, 09:25 Uhr

Naturschatz Wattenmeer – Besuch im Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer

Als Vorsitzender des Parlamentskreises Biosphärenreservate im Deutschen Bundestag besuchte der Lausitzer CDU-Politiker Klaus-Peter Schulze das Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer.

Thorsten Hanna, Stephan Eiklenborg, Peter Südbeck, Klaus-Peter Schulze
Begrüßt wurde Schulze in Wilhelmshaven von Peter Südbeck (Vorstandsvorsitzender Nationale Naturlandschaften e.V.) und Jürgen Rahmel (Dezernatsleiter Biosphärenreservat).

In der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, die ihren Sitz im Havenhaus in Wilhelmshaven hat, wurde gemeinsam die Bedeutung des Wattenmeers für die Region und für Deutschland erörtert. Auch das Thema Tourismus und Naturschutz standen hierbei im Fokus. „Für mich als Ornithologen war es besonders interessant, mehr über das Wattenmeer als „Tankstelle“ für Zugvögel auf ihrer Route Arkits-Westafrika zu lernen“, so Schulze nach dem Gespräch. Weiter berichtete er: „Die Mitarbeiter sehen die marine Raumordnung bezüglich der Windkraftanlagen kritisch, da sie im Korridor des Vogelzugs entstehen. Dem schließe ich mich an: Windkraftanlagen dürfen nicht zulasten der Vogelwelt großflächig ins Meer gebaut werden – so sieht umweltfreundliche Energiegewinnung meiner Meinung nach nicht aus. Diese Anlagen behindern die Zugvögel in ihren natürlichen Lebensräumen und greifen stark in das empfindliche Ökosystem ein.“ 

Besonders beeindruckte Schulze die Arbeit des Vereins „Altes Sande“ (www.altsande.de/). In Sande trafen er, Südbeck und Rahmel auf Bürgermeister Stephan Eiklenborg und den Vereinsvorsitzenden Thorsten Hanna. Schulze lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit des Biosphärenreservats und des „Küsteums“: „Dank der Unterstützung des Biosphärenreservats wird das Küsteum mit der Küstenschutz-Ausstellung, die viele Exponate aus der Haus- und Landwirtschaft sowie eine vollständig ausgestattete Schmiede zeigt, stets weiter ausgebaut. Eine tolle und vorbildliche Kooperation!“

Auf einer Streuobstwiese des Vereins können Besucher ab Sommer Obst ernten. „Im Schaugarten für Insektenschutz lernen Besucherinnen und Besucher, wie sie den eigenen Hausgarten für Bienen und Insekten nutzbar gestalten können“, erklärte Schulze, dem der Insektenschutz ein großes Anliegen ist. 

An der Küste, in einem renaturierten Abschnitt im Langwarder Groden, konnte der Lausitzer Abgeordnete die Fauna im Wattenmeer bestaunen und Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Hinweis: Der Besuch fand Corona-konform und mit Einhaltung der in Wilhelmshaven und Umgebung geltenden Vorschriften statt.


Foto 1: (v.l.n.r.) Thorsten Hanna, Stephan Eiklenborg, Peter Südbeck, Klaus-Peter Schulze

Foto 2: Seehunde im Langwarder Groden