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29.06.2021, 12:44 Uhr

Ohne Wasser keinen erfolgreichen Lausitzer Strukturwandel

(Cottbus) "Ohne eine Lösung für das Wasserhaushalt in der Lausitz kann es keinen erfolgreichen Strukturwandel geben", so die klare und deutliche Botschaft von Dr. Klaus-Peter Schulze auf der Tourismusausschusssitzung der IHK Cottbus am 28.06.2021.

Der Ausschussvorsitzende, Dirk Meier, hatte dieses hochaktuelle Thema auf die Tagesordnung gesetzt, da die Zukunft für die Touristiker sowie die Hoteliers aus dem Lausitzer Seenland und dem Spreewald maßgeblich vom Wasserhaushalt der Seen und Flüsse in den nächsten Jahrzehnten abhängt. 

Dr. Schulze hatte sich im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes intensiv mit den Folgen auf den Wasserhaushalt bei einer vorzeitigen Schließung der aktiven Tagebaue in der Lausitz bis 2038 beschäftigt und dafür gesorgt, dass die wasserwirtschaftlichen Auswirkungen fester Bestandteil des Bundeshaushaltes sind. Denn wenn kein Grubenwasser mehr die Spree bespannt und die tagebaubedingten Grundwassersenken allmählich aufgefüllt werden müssen, dann reichen die natürlichen Spree- und Schwarze-Elster Wassermengen nicht mehr aus, damit dem Spreewald und den Lausitzer Seen genügend Wasser zufließt. Hinzu kommen die Verdunstungsmengen des gesamten Lausitzer Seenlandes sowie die begrenzten Speicherkapazitäten der Spree und der Schwarzen Elster.
Die Tourismus-Ausschussmitglieder waren sich mit Dr. Schulze einig, dass sich auch im neuen Bundestag ein Abgeordneter aus Cottbus und Spree-Neiße zentral mit dem Wasserthema und den finanziellen Folgen beschäftigen muss. "Dazu habe ich mit Dr. Markus Niggemann schon intensive Gespräche geführt und sehe in ihm einen sachkundigen Nachfolger für mich", so ein nachdenklicher Dr. Schulze.

"Mich ärgert die Ignoranz der grünen und linken Umweltaktivisten, die sich permanent weigern, physikalische und eben auch die hydrologischen Gesetze bei der Energiewende zu beachten und anzuerkennen".