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02.07.2021, 13:58 Uhr

Minderheitenbeauftragter Fabritius besucht die Lausitz.

"Ich komme immer wieder sehr gern in die niedersorbische Stadt Cottbus", so Prof. Dr. Bernd Fabritius, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten beim Eintreffen am Serbski Dom. 

 Er folgte auch in diesem Jahr der Einladung von Dr. Klaus-Peter Schulze in den Wahlkreis Cottbus-Spree-Neiße, um gemeinsam mit dem Kandidaten zur Bundestagswahl 2021, Dr. Markus Niggemann, die besonderen Herausforderungen bei der Förderung der Sprache und Kultur insbesondere der Sorben und Wenden in der Niederlausitz zu besprechen.

Erste Besuchsstation war ein angeregter Gedankenaustausch mit Vertretern des Dachverbandes der sorbischen Vereine und Vereinigungen DOMOWINA, darunter dem wiedergewählten DOMOWINA-Vorsitzenden David Statnik.

Zweite Besuchsstation war das kommunale Wendische Museum in Cottbus, welches nach aufwendigen fünfjährigen Sanierungsarbeiten seit 2020 wieder Besucher und darunter viele Schulklassen empfängt. Im anschließenden "Hofgespräch" gab es interessante Fragen und Hinweise von Prof. Dr. Fabritius und Dr. Schulze zur öffentlichen Darstellung der Museumsarbeit, ebenso zu einer nachhaltigen touristischen Vernetzung der niedersorbischen Museenlandschaft. Am Nachmittag ging es in die niedersorbische Gemeinde Dissen-Striesow, wo Bürgermeister Fred Kaiser und die Museeumsleiterin Babette Zenker die Gäste empfingen.
Prof. Dr. Bernd Fabritius war über die Vielzahl der Projekte in dieser ländlichen Gemeinde beeindruckt, darunter dem Projekt "Historische wendische Hofnamen", dem slawischen Siedlungsausschnitt "Stary lud" sowie dem Zukunftsprojekt "Zorja" zur Revitalisierung der niedersorbisch/wendischen Sprache. " Dass die Sorben und Wenden in der gesamten Lausitz auch im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes gezielte Projektförderungen zur Revitalisierung der Sprache und Kultur über ihre Stiftung erhält, ist ein klares Bekenntnis des Bundes pro sorbisch/wendischer Minderheitenpolitik", so Dr. Klaus-Peter Schulze, selbst stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Beirates der Stiftung für das sorbische Volk, "und darüber bin sehr froh und dankbar".