Informationen zur Corona-Krise

16.12.2020, 09:32 Uhr
 
Bund steht der Reisebranche bei
Wir lassen die Tourismusbranche nicht im Stich. Die Tourismuswirtschaft ist durch die aktuelle Krise besonders hart getroffen. Deshalb haben wir ein umfangreiches Unterstützungsprogramm geschaffen. 
Hier sind die wichtigsten Informationen für Sie im Überblick:
  • Im Zuge der Überbrückungshilfe I haben mehr als 9.400 Reisebüros und Reiseveranstalter die Mittel beantragt. Somit wurden Hilfen in der Höhe von über 263 Mio. Euro bewilligt.
  • Für die Überbrückungshilfe II liegen bereits über 2.000 Anträge aus der Reisewirtschaft vor.
  • Die Überbrückungshilfen werden bis Ende Juni 2021 verlängert und die Konditionen deutlich verbessert: 
  1. Das Programm wird für größere Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Mio. Euro geöffnet.
  2. Die Beschränkungen auf Unternehmen mit maximal 249 Mitarbeiterin entfällt. Das bedeutet, dass bis auf sehr wenige Großunternehmen praktisch die gesamt Branche antragsberechtigt ist.
  3. Der monatliche Förderhöchstbetrag wird vervierfacht - auf bis zu 200.00 Euro. Es gilt weiterhin: Je höher der Umsatzeinbruch, desto höher die Zuschüsse.
  4. Provisionen von Reisebüros und kalkulierte Margen von Reiseveranstaltern für Reisen, die Corona-bedingt storniert werden mussten, bleiben förderfähig.
  5. Die Beschränkung auf Pauschalreisen entfällt. Reisebüros können nun auch die Vermittlung von ausgefallenen Einzelleistungen (Flüge, Hotelübernachtungen) geltend machen.
  6. Das Infektionsgeschehen ist sprunghaft und Reisen werden aufgrund dessen überwiegend kurzfristig gebucht. Um aber das Risiko des Neugeschäfts unter diesen schwierigen Bedingungen zumindest teilweise abzufedern, werden daher erstmals Buchungen, die im Förderzeitraum selbst (Januar bis Juni 2021) getätigt werden, berücksichtigen.
  7. Reiseunternehmen können externe sowie durch zusätzliche Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfall- und Vorbereitungskosten für Reisen aus dem Zeitraum März bis Dezember 2020 rückwirkend geltend machen.
  8. Es gelten neue allgemeine Fixkostenregelungen: Abschreibungen für Wirtschaftsgüter sind bis zur Hälfte förderfähig - auch dies war eine wichtige Forderung aus der Branche. Kosten für bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten können bis zu einer Summe von 20.000 Euro angesetzt werden. Auch Marketing- und Werbekosten werden ersatzfähig anerkannt (bis zur Höhe der entsprechenden Kosten des letzten Jahres.
Mit den neuen Überbrückungshilfen für die Reisewirtschaft begrüße ich zudem, dass wir auch Unternehmen unterstützen, die zwar empfindliche Umsatzeinbrüche zu beklagen haben, aber keinen Anspruch auf außerordentliche Wirtschaftshilfen für die Monate November und Dezember 2020 haben. Für diese Unternehmen reicht ein Umsatzrückgang entweder im November oder im Dezember 2020 oder in beiden Monaten von mindestens 40 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten November bzw. Dezember 2019 aus, um Anspruch auf Überbrückungshilfe III für November und/oder Dezember zu erhalten.

Nähere Informationen erhalten Sie auch auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: 
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/tourismus.html