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25.08.2016, 10:07 Uhr

Besuch im Flüchtlingsheim in Guben

Der Gubener Berufsbildungsverein ist eine gute Adresse sowohl für  Ausbildung und Weiterbildung, als auch für die Betreuung von Flüchtlingen in der Neißestadt, davon konnte sich Dr. Schulze bei seinem Besuch vor Ort überzeugen. Gemeinsam mit dem amtierenden Bürgermeister Fred Mahro besuchte er die Einrichtung.
 

Besichtigung der Außenanlage
Schwerpunkte des gemeinnützigen Vereins sind Angebote für berufliche Orientierung und Bildung für Jugendliche und Erwachsene und für berufliche Rehabilitation. Außerdem kümmert sich der Verein um die Integration von Flüchtlingen, insbesondere von minderjährigen unbegleiteten Jugendlichen. Anerkannte Flüchtlinge werden in Guben vorzugsweise in Wohnungen untergebracht. Junge Flüchtlinge werden im Heim betreut, um neben der sprachlichen und beruflichen Ausbildung auch die soziale Betreuung gewährleisten zu können. 
Dr. Schulze kam mit den Jugendlichen, die vorrangig aus Syrien kommen, schnell ins Gespräch. Die sehr guten Deutschkenntnisse der jungen Leute und die hohe Motivation, die sich bietenden Chancen in Deutschland zu nutzen, beeindruckten den Bundespolitiker. Viele der Jugendlichen sind bereit, nach Beendigung des Krieges mitzuhelfen, ihr Heimatland wieder aufzubauen. Dafür können sie auch die hier erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse gut nutzen.
In Guben sind  viele Bedenken gegenüber den Flüchtlingen nicht eingetroffen, bestätigt Fred Mahro.  Es gibt kleinere Probleme im alltäglichen Zusammenleben, die in den meisten Fällen durch Gespräche und rechtzeitige Informationen der Beteiligten gelöst werden können. Die Sprachbarriere ist weiterhin die größte Hürde für eine gute Integration. Es fehlen Lehrkräfte für den Deutschunterricht. Außerdem werden die sehr unterschiedlichen Bildungsniveaus der Flüchtlinge nicht genügend berücksichtigt. Um Konflikten vorzubeugen, werden die Flüchtlinge in  Gesprächen oder durch Flyer und Aushänge über die Lebensgewohnheiten in Deutschland informiert. 
Dr. Schulze war beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiter und wird die angesprochenen Hinweise und Informationen bei den Diskussionen im Deutschen Bundestag einbringen.