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01.09.2016, 13:25 Uhr

Milchbetrieb Lübbinchen

(Lübbinchen) Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Schenkendöbern Peter Jeschke besuchte Dr. Klaus-Peter Schulze die Lübbinchener Milch und Mast GbR mbH. 

Kuh-Komfort

Erst vor kurzem wurden zwei neue Stallanlagen für die Kühe gebaut. Waren 1994 dort noch 1500 Kühe untergebracht, sind es heute bereits 2500. Als Futter für die Tiere wird überwiegend Mais- und Rapsschrot verwendet, der aus eigener Produktion stammt. Zukünftig verzichten will der Landwirt auf das umstrittene, genmanipulierte und importierte Sojaschrot, erläutert Geschäftsführer Karl-Heinz Freitag den Gästen. Stattdessen möchte er mehr auf einheimische Produkte zurückgreifen. Herr Freitag beschäftigt auf dem Anwesen 50 Mitarbeiter, darunter auch polnische Mitarbeiter. Derzeit lernen im Betrieb vier Auszubildende in der Tierproduktion sowie drei zukünftige Landwirte.

Besonders effizient ist der Landwirtschaftsbetrieb durch die Biogasanlage. Ausschließlich mit dem ausgeschiedenen Kot der Kühe wird dabei Strom erzeugt. Unabhängig von den Witterungsverhältnissen kann der Strom zu Spitzenzeiten in das Netz des Stromanbieters Envia eingespeist werden. Diese natürliche Form der Biogaserzeugung begrüßt Herr Dr. Schulze sehr.

Die von den Kühen produzierte Gülle wird gegoren und separiert. Die Feststoffe werden als Einstreu und die Feuchtstoffe werden als Düngemittel für den Ackerboden verwendet. Somit schließt sich in der Milch und Mast GbR der ökologische Kreislauf. Solche Betriebe sind beispielhaft für die Landwirtschaft in der Zukunft, betont der Bundestagsabgeordnete, der sich auch im Umweltausschuss aktiv für diese Art der landwirtschaftlichen Produktion einsetzt.