Neuigkeiten

22.07.2017, 10:10 Uhr

Agrarproduktion Komptendorf GmbH – Stall in Koppatz

(Neuhausen/Spree) Sommertour des Abgeordneten Dr. Klaus-Peter Schulze MdB, dem Neuhausener Bürgermeister Dieter Perko und Kolkwitzer Bürgermeisterkandidaten Torsten Schwieg

Während seiner diesjährigen Sommertour besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze gemeinsam mit dem Neuhausener Bürgermeister Dieter Perko und dem Kolkwitzer Bürgermeisterkandidaten Torsten Schwieg den neu erbauten Stall in Koppatz der Agrarproduktion Komptendorf GmbH. Der mit Fördermitteln gebaute Stall beherbergt Mastbullen. Der Geschäftsführer Herr Hansick erklärt, dass der landwirtschaftliche Betrieb bereits seit langer Zeit aus der Milchproduktion ausgestiegen ist, da sich die Milchproduktion bei ca. 80 Milchkühen nicht lohnt. Zur Freude des Unternehmens sind zurzeit die Rindfleischpreise recht stabil. Das Futter produziert der Agrarbetrieb selbst. Problematisch ist aber auch hier die Gewinnung von Fachkräften. Zuverlässiges Personal zu finden, ist, wie in anderen körperlich anstrengenden Berufen mit unattraktiven Arbeitszeiten, für das Landwirtschaftsunternehmen nicht leicht. Tiere, die versorgt werden müssen, um dem Mensch zu nutzen. haben keinen Feierabend. Ein weiteres Problem stellt sich für den Betrieb dar, weil Pflanzenschutzmittel, die in einem landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzt werden müssen, nicht zur Verfügung stehen. Das liegt zum einen daran, dass die Zulassung der auf dem Markt erhältlichen Mittel ausläuft, andererseits die Genehmigung neuer Mittel aber unverhältnismäßig lange dauert. Ein weiteres Problem ist die Bereitstellung von Ausgleichsflächen. Die Agrarbetriebe sind auf die Bewirtschaftung der Flächen angewiesen, dabei stellt bereits jetzt fallen durch den privaten Einzelverkauf an zum Teil in Westdeutschland ansässige Betriebe landwirtschaftliche Nutzfläche weg. Ein weiterer Flächenausgleich könnte die Existenz eines Betriebs gefährden, wenn ein mittelständisches Agrarunternehmen aus dem Grund des Ausgleichs landwirtschaftliche Fläche verliert. Dieser Punkt, erläutert der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze, wurde in das Regierungsprogramm der CDU/CSU aufgenommen. Der Flächenverbrauch soll eingedämmt werden, dazu soll das Ausgleichsflächensystem reformiert und vereinfacht werden. Zukünftig sollte nicht eine zusätzliche Flächenstilllegung, sondern eine finanzielle Kompensation für Eingriffe in die Natur möglich sein, denn Grund und Boden sind die Produktionsgrundlage unserer Landwirte.