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06.03.2018, 19:40 Uhr

Besuch der Tafel Spremberg in Trägerschaft des Albert-Schweitzer Familienwerkes Brandenburg e.V.

(Spremberg) Bundestagsabgeordneter Dr. Klaus-Peter Schulze bei seinem jährlichen Besuch der Spremberger Tafel

Seit 2016 befindet sich die Spremberger Tafel in den Räumen des Albert-Schweitzer-Hauses in der Gartenstraße in Spremberg. Ca. 1000 berechtigte Kunden besuchen regelmäßig die Tafel in Spremberg, um sich mit Essen zu versorgen. Für eine Spende von 2,00 € können diese Kunden auch ein Mittagessen in den Räumen einnehmen. Dabei geht es meist nicht vorrangig um die warme Mahlzeit, sondern es ist für viele Nutzer wichtig, eine feste Tagesstruktur und soziale Kontakte zu haben. Nicht jeder von Armut betroffene oder gefährdete Mensch findet den Weg zur Tafel; Scham, Angst und Unsicherheit halten viele davon ab, hier Hilfe zu suchen. Das Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V. als Träger betreut insgesamt 7 Standorte, zu denen neben Spremberg auch Welzow, Cottbus, Drebkau, Lübben, Luckau und Golßen gehören. Die Koordination der Arbeit dieser Standorte liegt in der Verantwortung von Kai Noack, Leiter der Tafelprojekte des Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V. und ehrenamtlicher stellvertretender Vorsitzender von Tafel Deutschland e.V. Er kennt die Sorgen und Nöte der Bedürftigen, stellt aber klar, dass vor allem die Ehrenamtlichen gestützt und gewürdigt werden müssen. Ohne dieses Ehrenamt wäre Tafelarbeit nicht möglich. So ist er froh, dass sich auf eine Stellenausschreibung für ehrenamtliche Kraftfahrer 5 rüstige Senioren gefunden haben, die die Tafel ab sofort unterstützen. Schade findet er, dass die Tafeln aufgrund der aktuellen Ereignisse in Essen so ins Licht der Presse gerückt sind. Er zieht jedoch auch ein positives Fazit, dass die Tafeln dadurch eine große Aufmerksamkeit erreicht haben, die er sich langfristig wünschen würde. Das Ehrenamt in der Tafel mehr zu würdigen, sieht er als Aufgabe der Gesellschaft. Zurzeit führt die Tafel-Akademie gGmbH von Tafel Deutschland e.V. ein Seminar im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes durch. Bundesfreiwillige aus ganz Deutschland, die bei Tafelprojekten ihren Dienst ableisten, werden im Albert-Schweitzer-Haus anhand konkreter Tafelthemen geschult. Eine Woche dauert dieses Seminar, welches u.a. die Lebensmittelkunde umfasst. Danach gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit neuem Wissen und einem enormen Erfahrungsaustausch wieder in die Tafelprojekte. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Schulze durfte der Seminarleiterin Frau Weber-Kehr und dem Dozenten Timo Schmitt bei diesem Seminar über die Schulter schauen. Dr. Schulze ist froh, dass es gelungen ist, zukünftig die Anzahl der Bundesfreiwilligendienststellen zu erhöhen bzw. deren Verlängerung zu genehmigen. So ist auch der Weg frei, dass vielleicht weitere Menschen im Rahmen dieses Dienstes auch den Tafeln zur Verfügung stehen. Vielen Dank an alle Ehrenamtlichen im Dienst der Tafeln in Deutschland!