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10.04.2018, 12:03 Uhr

Spreewaldtourismus boomt

(Cottbus / Vetschau) Nach dem Cottbuser Stadtmarketing besuchte Dr. Schulze als Obmann des Ausschusses für Tourismus den Tourismusverband Spreewald in Raddusch.

Die Leiterin Annette Ernst empfing Dr. Schulze in Ihren Räumen mit positiven Nachrichten. Der Spreewald hat im 1. Quartal eine Steigerung von 2,5 Prozent der Gästeankünfte verzeichnen können. Über die letzten drei Jahre gab es einen jährlichen Gästezuwachs von jeweils 10 Prozent.
Dieser enorme Zuwachs hat zur Folge, dass der Spreewald im Sommer fast ausgebucht ist. Ebenso profitieren die Orte Peitz, Calau und Luckau am Rande des Spreewaldes von den Übernachtungsgästen.
Frau Ernst bewirbt zukünftig stärker den Reisezeitraum von November bis März. Hier gibt es noch Kapazitäten, die ausgeschöpft werden können mit Angeboten wie den Glühwein-Kahnfahrten.
Bei der derzeit guten Auslastung reicht die Werbung über die Tourismus-Marketing Brandenburg und die Deutsche Tourismuszentrale aus, da dem Verband kein großes eigenes Budget zur Verfügung steht.
Der starke Tagestourismus braucht jedoch Konzepte die den Kraftfahrzeugverkehr im Spreewald entlasten. Hierzu forciert man die Spreewald-Card mit einer integrierten Kurtaxe, mitsamt der Benutzung des Nahverkehrs und ein flexibles Fahrradverleihkonzept, wie in den Großstädten.

Im Rahmen der letztjährigen Sommertour von Dr. Schulze sprachen Hoteliers und Gastronomen den zunehmenden Fachkräftemangel in Burg und Umgebung an. Frau Ernst bestätigte dies, da insbesondere die Arbeitszeiten, einstmals geringere Bezahlung und die schlechte ÖPNV-Anbindung der Einrichtungen im Spreewald bereiten Schwierigkeiten Köche und Kellner zu finden.

Für die Zukunft wünscht sich die Leiterin des Tourismusverbands, dass die Gastronomie auch mehr regionale Produkte in den Speisen verwendet und die zunehmende Glutenunverträglichkeit der Gäste mehr berücksichtigt wird. Ebenfalls sollte die vegane Küche etwas mehr Einzug halten, da hier noch weiteres Gästepotential möglich ist.